Kaufberatung: Mit 7 Tipps zum passenden E-Bike

EBike Kaufberatung

Eines direkt vorweg: „Das beste E-Bike“ gibt es nicht! So eine Empfehlung werden wir Ihnen nicht geben, und halten sie auch für unseriös. Da das E-Bike-Angebot inzwischen unglaublich breit geworden ist, finden sich hier längst unzählige Lösungen für jeden nur denkbaren Einsatzbereich, was bedeutet: Es gibt immer nur das jeweils individuell passende, beste Pedelec genau für Sie. Um exakt dieses zu finden, helfen Ihnen unsere folgenden Kauftipps für Ebikes.

Mit dieser Kaufhilfe für Pedelecs wenden wir uns ausdrücklich an „Durchschnitts-Fahrer“, die sich noch nicht so gut auskennen, denn die „Spezialisten“ werden sich wahrscheinlich längst selbst eine Meinung gebildet haben.

Vorab noch zur Begrifflichkeit: Die beiden Bezeichnungen „E-Bike“ und „Pedelec“ werden inzwischen nicht mehr nur im allgemeinen Sprachgebrauch, sondern sogar von den Herstellern selbst in der Regel synonym verwendet. Im ursprünglichen Sinne sind stets Pedelecs gemeint, also Fahrräder mit einer elektrischen Antriebshilfe. Dies ist ein Motor, der den Fahrer, je nachdem wie stark dieser in die Pedale tritt, dabei mehr oder weniger kräftig elektrisch unterstützt.  Im Folgenden (und auch in unseren anderen Artikeln und Ratgebern) werden auch wir die Begriffe „Ebike“ und „Pedelec“ gleichbedeutend verwenden.

Rad-Typ: Welches E-Bike passt zu mir?

Einfach einen aktuellen E-Bike-Testbericht lesen und den Testsieger kaufen? Das ist sicher nicht die sinnvollste Lösung. Zuerst einmal sollten Sie sich diese entscheidenden Fragen stellen und versuchen realistisch zu beantworten: Welcher Fahrradtyp bin ich? Welche Distanz fahre ich in der Regel, ohne den Akku wieder aufladen zu können? Wie bequem oder sportlich möchte ich auf Tour sein? Beurteilen Sie für sich ganz persönlich, ob Sie eher gemütlich oder rasant unterwegs sind, ob Sie regelmäßig eine längere Strecke per Ebike ins Büro zurücklegen, nur ab und zu in die Stadt fahren, auch mal längere Fahrradtouren unternehmen oder bspw. durch das Gelände fahren wollen. Denn auch wenn es schick und sportlich aussieht – nicht jeder braucht z.B. wirklich ein E-Mountainbike für seine Fahrten. Ganz im Gegenteil: Bei einem E-MTB finden Fahrer z.B. eine deutlich gestrecktere Sitzhaltung vor, die mehr Gewicht auf die Hände lenkt, was tatsächlich aber nur für Fahrten im Gelände sinnvoll ist.

Versuchen Sie also zuerst, ganz sachlich einzuschätzen, wie Sie Ihr Bike tatsächlich nutzen werden. Dies spart am Ende auch zu hohe Kosten für ein Pedelec: Teure high-end-Technik hat ihren Preis, und für Gelegenheits-Fahrer genügen oft günstigere E-Bike Lösungen, als wenn Sie täglich weite Strecken radeln. Ist letzteres der Fall, lohnen sich meist höherwertige, teurere Modelle, die dafür länger halten und weniger Wartung benötigen.

Um Ihnen die Orientierung im Dschungel der E-Bike-Angebote zu erleichtern, finden Sie nachfolgend erst einmal die grundsätzlichen Ebike-Typen mit ihren Charakteristika kurz erklärt:

E-Citybike

Dies ist ein Einsteiger Allround-Fahrrad für den Alltag, es passt für die kleine Tour ebenso wie für den kurzen Weg in die Stadt. Ein E-Citybike verfügt über eine relativ komfortable Sitzposition und sowie eine volle Straßen-Ausstattung mit Beleuchtung etc.

E-Trekkingrad

Dieses Bike bietet auch für längere Strecken ein angenehmes Handling und Fahrgefühl. Die Position ist komfortabel und in den meisten Fällen verfügt ein E-Trekkingrad auch über sehr gute Möglichkeiten, einiges an Gepäck zu transportieren.

E-Mountainbike

Wenn es elektrisch unterstützt ins Gelände geht, ist der Antrieb besonders kraftvoll in der Unterstützung. Das Gelände-Elektrorad ist sportlich ausgelegt und normalerweise gefedert. Bauteile wie Licht oder Schutzbleche fehlen bei einem E-MTB in der Regel.

E-Lastenrad

Solche Fahrräder sind durch eine große Ladefläche bestens zum Transport von Kindern, Einkäufen oder von schweren Waren geeignet. Durch die praktische elektrische Unterstützung sind E-Lastenräder heute wieder modern geworden und liegen im Trend.

S-Pedelec

Ein S Pedelec ist ein Spezialfall: Es kann elektrisch unterstützt bis zu 45km/h schnell fahren (andere E-Bikes höchstens bis zu 25 km/h). Deshalb benötigt es sogar eine gesonderte Zulassung und Versicherung, ein Helm ist stets Pflicht. Dafür darf ein S-Pedelec bestimmte Strecken (bspw. im Wald) nicht befahren.

E-Kinderfahrrad

E-Bikes für Kinder und Jugendliche sind ebenfalls ein Sonderfall: Ihre Sinnhaftigkeit wird regelmäßig diskutiert, der Markt ist eher klein. Ebikes für Kinder zeichnen sich in erster Linie dadurch aus, dass sie keine zu hohe Leistung bieten und möglichst leicht, aber robust sind.

Welchen Antrieb brauche ich?

Man kann technisch gesehen zwischen drei verschiedenen Antriebsmöglichkeiten unterscheiden:

Ein Vorderrad-Motor kommt eher bei einfacheren Pedelec-Modellen zum Einsatz, er kann je nach Nutzung Einfluss auf das Lenk-Gefühl nehmen. Ein Hinterrad-Antrieb hingegen ist viel direkter und ermöglicht eine sportlichere Fahrt. Manchmal kann bei einem Heckmotor im E-Bike sogar Energie durch Bremsen zurückgewonnen werden.

Mittelmotoren haben in Deutschland einen Marktanteil von etwa 80-90 Prozent und sind somit die mit Abstand am häufigsten verbauten Motoren für Pedelecs. Sie sorgen für eine günstige Gewichtsverteilung, da sie sich in der Mitte des Fahrrads befinden. Hier lassen sie sich oft auch sehr elegant und optisch kaum merklich im Rahmen integrieren. Im Falle einer Panne ist der Ausbau eines Rades zudem leichter. Allerdings haben Mittel-Motoren im Vergleich zu den anderen Antriebsarten einen etwas höheren Verschleiß am Antriebsstrang.

Zu den bekanntesten und beliebtesten Herstellern von Antrieben für Pedelecs zählen neben dem Marktführer Bosch u.a. auch die Firmen Yamaha, Shimano oder Brose. Wer sich mit dem Thema Antrieb weitergehend beschäftigen möchte, sollte sich zudem einmal Testberichte für E-Bike-Antriebe ansehen.

Welchen Akku sollte ich wählen?

Die entscheidenden Kriterien zur Auswahl des passenden Akkus für Ihr Pedelec sind Kapazität, Lebensdauer sowie Preis. Damit gilt hinsichtlich des Ebike-Akkus: Überlegen Sie auch hier genau, wie Sie Ihr Rad tatsächlich nutzen werden. Wer lediglich täglich ein paar Kilometer zur Arbeit pendelt, ab und zu in die Stadt fährt und hin wieder kleine Touren macht, der benötigt bspw. keinen allzu großen (und schweren) Akku.

Durchschnittliche E-Bike-Batterien im mittleren Preissegment verfügen derzeit meist über eine Kapazität von etwa 350-500 Wattstunden (Wh). Diese Dimension ist für durchschnittliche Fahrer und den Einsatz im Alltag absolut ausreichend. Stärkere Akkus mit 600 Wh oder mehr erhöhen neben der Reichweite natürlich auch den Preis des Fahrrads. Sollten Sie planen, regelmäßig in hügeligen Landschaften unterwegs zu sein, oder ein E-Lastenfahrrad zu kaufen käme sogar ein Akkusystem mit 1000 Wh in Frage. Kleinere Akkus haben in der Regel einen etwas geringeren Verschleiß.

Praktisch sind herausnehmbare Batterien, hier kann man zu einem späteren Zeitpunkt noch zu einem stärkeren Akku greifen.

Akku pflegen

Neue Akkus für Ebikes sind sehr teuer, deshalb sollten Sie Ihre Batterie pfleglich behandeln und ein paar Tipps beherzigen. Die meisten E Bike Akkus basieren auf der Lithium-Ionen-Technik. Hier gilt es zu beachten, dass die Kapazität der Batterien mit zunehmend häufigem Aufladen und Entladen abnimmt. Um Ihren Akku fit zu halten, sollten Sie ihn idealerweise in einem Bereich von 25-75 Prozent seiner Kapazität halten – fahren Sie ihn also am besten nie ganz leer und laden Sie ihn nicht jedes Mal direkt wieder voll auf, wenn Sie nur eine kurze Strecke zurückgelegt haben.

Sollten Sie Ihr Ebike längere Zeit nicht nutzen, zum Beispiel über den Winter, sollten Sie den Akku abnehmen bzw. ausbauen und ihn halb aufgeladen zwischenlagern, idealerweise bei Zimmertemperatur. Das verspricht langfristig eine längere Lebensdauer Ihrer Batterie. Apropos Temperatur – wie bei allen Stromspeichern sinkt bei fallenden Graden auch die Leistung Ihres E-Bike-Akkus. Berücksichtigen Sie dies für geplante Fahrten.

Die Hersteller von eBike Batterien geben für ihre Produkte eine garantierte Anzahl an Ladezyklen an. Diese liegen für 2 Jahre bei 500, bei  hochwertigeren Akkus bis zu 1.000. Übrigens: Die gesetzliche Gewährleistung für Ihren Ebike-Akku liegt bei 24 Monaten.

Welcher Rahmen passt zu mir?

Der Rahmen eines Fahrrads bestimmt nicht nur in wesentlichen Teilen dessen Design, Gewicht und Handling, sondern beeinflusst auch entscheidend die Sitzposition des Fahrers: Ist diese eher aufrecht (wie bei einem E-City-Bike), eher geneigt (wie bei einem E-Trekkingrad), oder sogar sportlich, wie etwa bei einem E-Rennrad oder E-Mountainbike? Die Auswahl des Rahmens (und damit des praktizierten Fahrstils) ergibt sich von daher häufig schon durch die Wahl eines der weiter oben beschriebenen Fahrradtypen. Überlegen Sie vorab, was Ihnen beim Rahmen wichtig ist:

Diamantrahmen (auch Herrenrahmen genannt)
Hoher Einstieg, aufrechte Sitzposition. Bein muss zum Aufsteigen über den Sattel geschwungen werden. Sehr stabil, geringeres Gewicht, eher sportlich. Geeignet auch für längere Touren.

Tiefeinsteigerrahmen, Schwanenhalsrahmen oder Waverahmen
Niedrigerer Einstieg, da keine Stange zwischen Sattel und Lenker. Bequeme Sitzhaltung, hoher Fahrkomfort. Dafür etwas schwerer, schwerfälligeres Fahrverhalten. Praktisch für den Einsatz in der Stadt, wo man häufig auf- und absteigt. Bietet sich wegen des niedrigen Einstiegs als sehr flexibel an, wenn das gleiche Ebike bspw. von Mutter und Vater gefahren wird.

Trapezrahmen
Kompromiss der vorgenannten Rahmenformen, gute Stabilität, trotzdem nicht zu schwer. Mittelhoher Einstieg, der noch gut zu bewältigen ist, gutes Handling. Für sportlichen Einsatz und Touren geeignet.

Ergonomisch und bequem

Der Rahmen Ihres E-Bikes muss zu Ihrer Körpergröße passen und bestimmt zum größten Teil die Sitzposition bzw. Fahrhaltung, die Sie auf dem Fahrrad einnehmen. Unter der Rahmenhöhe versteht man den Abstand zwischen der Mitte der Tretkurbel und der Sattelklemme. Wählen Sie beim Fahrradkauf die falsche Rahmengröße aus, kann dies in der Folge nicht nur unbequem sein, sondern im schlimmsten Fall sogar zu Haltungsschäden führen.

Richtige Rahmengröße finden

Nachfolgend finden Sie eine kurze Anleitung zur Ermittlung der passenden Rahmenhöhe für E-Bikes:

Messen Sie Ihre Bein-Innenlänge vom Boden bis zum Schritt. Bitte tragen Sie dabei keine Schuhe und stehen Sie aufrecht. Sie können dafür ein Buch zu Hilfe nehmen, das Sie im Schritt zwischen Ihren Beinen festklemmen. Messen Sie dann von der Oberkante des Buches die Länge bis zum Boden.

Anschließend multiplizieren Sie die gemessene Beininnenlänge mit dem entsprechenden Faktor:

Für E-City-Bikes & E-Trekkingräder:
Bein-Innenlänge in cm x 0,66 ergibt Rahmenhöhe in Zentimeter
Bein-Innenlänge in Zoll x 0,259 ergibt Rahmenhöhe in Zoll

Für E-Mountainbikes
Bein-Innenlänge in cm x 0,574 ergibt Rahmenhöhe in Zentimeter
Bein-Innenlänge in Zoll x 0,226 ergibt Rahmenhöhe in Zoll

(1 Zoll entspricht 2,54 Zentimeter)

Wir empfehlen Ihnen: Machen Sie sich vor dem Kauf eines neuen Pedelecs auf jeden Fall einmal die Mühe, in Ruhe Maß zu nehmen, um so die optimale Rahmengröße zu finden. Das erspart Ihnen den späteren Ärger einer möglicherweise falschen Sitzposition. Im Zweifel kann auch eine Probefahrt helfen.

Wieviel muss ich für ein E-Bike ausgeben?

Viele Interessenten stellen sich bei ihren Kaufüberlegungen zuerst die Frage: Was kostet ein Ebike? Wie Sie sich vorstellen können, ist dies nicht ohne weiteres pauschal zu beantworten, denn wie Sie in den vorangehenden Ausführungen ausführlich festgestellt haben, ist ein E-Bike ein individuelles Produkt, dessen Preis von zahlreichen Faktoren abhängt. Soviel lässt sich auf jeden Fall sagen: Die Preise für Pedelecs sind in den vergangenen Jahren langsam aber stetig angestiegen, während die Kosten für herkömmliche Fahrräder mehr oder weniger unverändert blieben.

Die meisten E-Bikes werden momentan im Preissegment von etwa 2.000-3.500 Euro verkauft. Da heißt es für viele, die mit einem elektrisch unterstützen Rad liebäugeln, erst einmal kurz schlucken. Aber: Auch darunter sind günstigere E-Bikes erhältlich, hier muss man jedoch teilweise Abstriche beim Thema Komfort oder Ausstattung machen. Schlecht sind diese Räder nicht, nur weil sie billiger sind, auch hier versprechen die Hersteller grundsätzlich eine gute Qualität und Langlebigkeit.

Fachleute raten, den Einstiegspunkt nicht unter 2.000 Euro zu setzen, wenn man langfristig Spaß an seinem E-Bike haben möchte. Darüber ist natürlich die Range nach oben offen, der Kaufpreis hängt dann primär davon ab, welches Level an Power, Komfort, Qualität und Langlebigkeit Sie sich vorstellen, und welchen E-Bike-Typ Sie erstehen möchten. Ein aufwendig gefedertes E-Mountainbike ist und bleibt eben einfach teurer als ein einfacheres E-Citybike.

Lohnt sich ein Billig-E-Bike?

Nicht zu empfehlen sind in der Regel Billig-Pedelecs für 700 Euro oder weniger aus dem Baumarkt oder vom Discounter – von solch vermeintlich günstigen Lockangeboten oder schnellen Schnäppchen raten Experten, bspw. vom ADFC, ab. Oftmals seien z.B. die verwendeten Rahmen den Belastungen, die höher als bei normalen Fahrrädern sind, dauerhaft nicht gewachsen oder die verwendeten Akkus entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik.

Wann sind Pedelecs am günstigsten?

Die Nachfrage nach E-Bikes steigt naturgemäß ab dem Frühjahr an und gipfelt zum Ende des Sommers. Über den Winter fällt das Interesse dann wieder rapide ab. Der Preisverlauf über das Jahr zeigt, dass die Kosten für ein Pedelec erst viel später als die Nachfrage wieder sinken, nämlich ab dem Jahreswechsel. Den niedrigsten Wert erreicht der Preis für ein E-Bike im Monat Mai, hat etwa idealo errechnet. Der beste Kaufzeitpunkt liegt demnach in den Monaten April bis Juni.

Ganzjährig sparen lässt sich beim Pedelec-Kauf natürlich, wenn Sie z.B. Internetportale für E-Bike-Deals nutzen. Hier lassen sich oft ganzjährig sehr gute Schnäppchen machen und Ebikes billig erwerben, ohne an der Qualität sparen zu müssen. Auf solchen Seiten können Kunden z.B. von Überproduktionen mancher Anbieter profitieren, die ihre E-Bikes dann günstiger über Deal-Plattformen verkaufen, oder aber Ware aus der Vorsaison wird als Lagerverkauf preiswerter angeboten. Wer weiß, welchen Fahrradtyp er sucht, sollte sich solche Spar-Angebote für E-Fahrräder einmal genauer ansehen.

Wo kaufe ich mein E-Bike?

Der Fachhandel vor Ort ist für viele Kaufinteressenten ein erster Anlaufpunkt. Vorteil: Man kann manchmal das gewünschte Modell bei einer Probefahrt direkt ausprobieren. Zudem gibt es oft eine gute Beratung. Trotzdem sollte man, insbesondere bei einer Anschaffung in einer so hohen Preisregion wie bei E-Bikes, nur gut informiert ein Elektrofahrrad kaufen. Sonst besteht immer Gefahr, wichtige Faktoren, die für die persönliche Entscheidung ausschlaggebend sind, nicht ausreichend zu berücksichtigen, und schlimmstenfalls gar über den Tisch gezogen zu werden.

Händler oder Internet?

Nehmen Sie sich also Zeit, sich mit der Materie auseinanderzusetzen. Lesen Sie E-Bike-Testberichte und Produkttests („die besten E-Bikes im Vergleich“) in Magazinen, sprechen Sie mit Freunden, die ein Pedelec besitzen, besuchen Sie Fahrrad-Seiten im Internet etc. Klar ist, dass Sie die günstigsten Preise für E-Bikes wohl meist im Netz finden: Hier entfallen die Kosten für teure Stores und Personal vor Ort, dafür gibt es die Räder in der Regel deutlich günstiger. Wer sich wohler fühlt bei einem Händler vor Ort und wer bereit ist, für diesen Service mit Beratung und Probefahrt deutlich mehr zu bezahlen, der ist dort sicherlich gut aufgehoben. Dank Fernabnahmegesetz kann jedoch auch ein Online-Käufer ein Rad einfach wieder zurücksenden, wenn es nicht individuell für ihn spezifiziert und als Einzelanfertigung produziert wurde.

Gewährleistung und Garantie

Es bleibt festzustellen, dass es hinsichtlich der Gewährleistung bei Sachmängelhaftung keinen Unterschied macht, ob Sie online oder im Handel kaufen, der jeweilige Händler bleibt Ihr erster Ansprechpartner. Rechtlich gesehen macht es daher keinen Unterschied, bei wem Sie das Fahrrad erwerben. Werfen Sie vor dem Kauf zudem einen Blick auf die Garantie Ihres präferierten Anbieters: Manche Radhersteller gewähren lediglich eine eher kurze Garantie auf den Rahmen, andere hingegen eine umfangreichere auf sämtliche Komponenten. Die Garantie ist übrigens nicht zu verwechseln mit Gewährleistungsansprüchen, sie ist immer eine freiwillige Leistung des Herstellers. Geringer als die gesetzliche Gewährleistung darf eine Garantie naturgemäß nicht ausfallen. (Hinweis: Wir dürfen in diesem Artikel natürlich keine juristische Beratung geben, weisen also lediglich auf einige grundlegende rechtliche Aspekte hin).

Fazit: Vorher informieren & smart kaufen

Die Anschaffung eines E-Bikes ist oft eine kostspielige Angelegenheit. Nehmen Sie sich deshalb genügend Zeit, sich vorab zu informieren (was Sie mit diesem Kaufratgeber für Elektrofahrräder bereits getan haben). Beantworten Sie für sich selbst realistisch die Frage, wie das Bike primär zum Einsatz kommen soll. Daraus abgeleitet können Sie entscheiden, welcher Fahrradtyp mit welcher Ausstattung es sein soll, und ob der Kauf beim Händler oder online im Internet die meisten Vorteile für Sie bietet.

Denken Sie vor dem ersten Ausflug mit dem neuen Pedelec noch daran zu überprüfen, ob Ihr E-Bike auch richtig versichert ist. Dann steht einem unbeschwerten Fahrspaß nichts mehr im Wege.

Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt!