Ampler, Cowboy und VanMoof E-Bikes – der Vergleich

Um in der Stadt schnell voranzukommen sind schicke Urban E-Bikes immer mehr im Kommen. Die Marken Ampler, Cowboy und VanMoof haben sich auf diese Pedelec-Variante spezialisiert und stechen durch ihr integratives Design im Vergleich zu anderen Herstellern heraus. Diese Urban E-Bikes erlauben es Dir mit weniger Stau von A nach B zu kommen und dabei auch noch etwas Gutes für Deine Umwelt, Gesundheit und Deinen Geldbeutel zu tun.

Alle drei Marken – Ampler, Cowboy und VanMoof – bieten ihre E-Bikes ausschließlich online oder in Flagshipstores an, nicht aber über Drittanbieter. Alle drei Hersteller bieten futuristische E-Bikes mit wenig Schnick-Schnack an, die mit Hilfe von ausgereifter Antriebs- und Steuerungstechnologie bedient werden können. Bei allen Marken kannst Du das maximale aus Deinem E-Bike mit der dazugehörigen Handy-App herausholen, daher empfehlen wir, dass Dein Handy immer ausreichend geladen ist.

Die E-Bikes von Ampler, Cowboy, sowie von VanMoof zielen alle auf eine ähnliche Zielgruppe ab: Stadtbewohner, die in der Stadt und Umgebung schnell durch den Verkehr kommen möchten und ihr Fahhrad auch mal in Bus und Bahn mitnehmen. Bei allen drei E-Bikes sind die Ausstattung mit Bremsen, Scahltungen, Motoren und Akkus sehr ähnlich, weshalb wir diese hier nicht explizit besprechen. Da alle drei E-Bike Hersteller zudem in einer ähnlichen Preisspanne agieren, sind wir die aktuellen Modelle für Dich Probe gefahren, um Dir einen detaillierten Eindruck zu den Marken zu ermöglichen.

Kurzbeschreibung der Marken

Bevor wir zu den Ergebnissen aus den Probefahrten kommen, erst einmal eine kurze Einführung zu den einzelnen Marken. Der E-Bike Hersteller VanMoof ist im Vergleich schon am längsten auf dem Zweiradmarkt vertreten. Das Unternehmen wurde 2009 in Amsterdam gegründet und hat anfangs noch „normale“ City-Fahrräder verkauft, bevor es sich in den letzten Jahren ausschließlich auf E-Bikes spezialisiert hat. Die E-Bikes von VanMoof werden oft als „iPhone auf zwei Rädern“ bezeichnet, aber dazu später mehr.

Der aus Estland stammende E-Bike Hersteller Ampler existiert erst seit 2014. Was als Garagenprojekt für die Entwicklung eines E-Bike Prototypen begonnen hat, ist heute eine Firma, die in vielen europäischen Ländern tätig ist. Ähnlich wie bei den anderen Marken steht für die Marke Ampler der urbane Mobilitätswandel im Fokus ihrer Arbeit.

Auch die Marke Cowboy ist noch sehr jung: 2017 wurde Sie von drei Unternehmern in Belgien gegründet. Von Anfang an gab es immer nur ein E-Bike im Sortiment der Marke, das bisher jedes Jahr in einer neuen Version erscheint. Der Hersteller Cowboy sieht sich als Cleantech-Unternehmen, da es emissionsarme Transportmöglichkeiten für den urbanen Raum anbietet.

Wie liefen die Probefahrten ab?

Bei allen drei Marken war die Terminbuchung innerhalb von fünf Minuten online auf den jeweiligen Webseiten erledigt. Zur Anmeldung musste man lediglich seinen Namen und einen Kontakt, wie zum Beispiel die Mailadresse oder Handynummer angeben. Wir haben die Probefahrten im Raum Köln/Bonn durchgeführt und bei uns hatten alle Anbieter für den nächsten Tag noch einige Zeiträume für Probefahrten anzubieten.

Für die E-Bikes von Ampler und VanMoof mussten wir jeweils zu den Flagshipstores in Köln, wo wir ohne große Wartezeit eine ausführliche Einführung bekommen haben und dann ca. 20 Minuten mit den E-Bikes fahren konnten. Bei Cowboy hingegen gab es einen Vertreter, der das E-Bike vor die eigene Haustür gebracht hat. Der persönliche Kontakt bei Cowboy war des Weiteren positiv, da der Vertreter einen anderen Termin als den ursprünglichen vorgeschlagen hat, aufgrund der besseren Wetterlage. Und er sollte recht haben: Das Wetter für die Probefahrt war tatsächlich besser und hat die Erfahrung angenehmer gemacht.

Für diesen Vergleich sind wir das VanMoof S3, das Ampler Curt einmal mit Ketten- und einmal mit Riemenschaltung, sowie das Cowboy 3 Probe gefahren. Das Cowboy 4 bzw. 4 ST war zum Zeitpunkt der Probefahrt schon draußen, konnte aber im Raum Köln/Bonn nicht Probe gefahren werden – Schade!

Technische Unterschiede

Wie eingangs bereits erwähnt zielen die E-Bikes der Marken Ampler, Cowboy und VanMoof auf ein ähnliches Publikum ab, unterscheiden sich aber trotzdem in ihren Eigenschaften und der Ausstattung. Wichtig zu beachten ist, dass wir die Handy-Apps nur kurz demonstriert bekommen haben, aber für die kurze Probefahrt nicht nutzen konnten. Daher sparen wir das hier aus, aber auf den ersten Blick wirkten die Apps bei allen Herstellern sehr vielversprechend.

Die technische Ausstattung bei VanMoof hat uns am besten gefallen. Die Anzeige ist elegant in das Oberrohr integriert und man kann leicht über die am Lenker angebrachten Knöpfe zwischen verschiedenen Unterstützungsstufen und Anzeigen wechseln. Ein weiterer Pluspunkt bei der technischen Ausstattung ist der integrierte Diebstahlschutz von VanMoof. Bei den E-Bikes von VanMoof solltest Du aber trotzdem auch ein normales Schloss mitführen, damit die Versicherung greift.

Die Akkus sind bei den E-Bikes von Cowboy mit nur wenigen Handgriffen vom Sitzrohr entnehmbar, während die E-Bikes von Ampler und VanMoof fest verbaute Akkus nutzen. Ein klarer Vorteil für die Marke Cowboy, da Du bei den anderen Beiden einen Stellplatz mit Lademöglichkeit benötigst und den Akku nicht ohne Weiteres mit in Deine Wohnung nehmen kannst.

Ein angenehmes Fahrverhalten hat seinen Preis

Was VanMoof an technischem Vorsprung hat holen die E-Bikes von Ampler und Cowboy beim Fahrverhalten wieder auf. Die beiden Marken verstehen es durch ihren innovativen Antrieb im Nu die Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h zu erreichen – das geht ohne viel Aufwand. Der Riemenantrieb von Cowboy, den man auch bei Ampler nutzen kann, passt die gegebene Unterstützung Deines Motors automatisch an Dein Tretverhalten an – ein wirklich einzigartiges Fahrgefühl. Das Unterstützungsprofil kann noch weiter über die App individualisiert werden.

Das E-Bike von VanMoof war im Vergleich etwas klobiger und schwerfälliger, aber mit der Boost-Funktion kommt man natürlich trotzdem schnell voran. Das schwerfällige Verhalten wird zum Einen erklärt durch das höhere Gewicht. Mit 20 Kilogramm ist es etwas schwerer als das E-Bike von Cowboy und deutlich schwerer als das E-Bike von Ampler. Mit Gewichten zwischen 13 und 17 Kilogramm sind die E-Bikes der Marke Ampler wahre Fliegengewichte im Vergleich und können daher auch mühelos herumgetragen werden.

Ein weiterer Unterschied ist die Sitzposition bei den verschiedenen E-Bikes: Auf den E-Bikes von VanMoof sitzt Du sehr aufrecht, während die E-Bikes von Ampler und Cowboy für eine sportlichere, geneigtere Position ausgelegt sind. Dadurch sitzt man auf dem VanMoof gerade auf kurzen Strecken etwas bequemer, aber das ist natürlich Geschmackssache. Auch die Optik ist Geschmackssache: Der saubere und minimalistische Look hat uns bei Ampler am besten gefallen, aber das musst Du für Dich entscheiden!

Zu guter Letzt ist auch der Preis ein ausschlaggebendes Kriterium: Die E-Bikes von VanMoof sind am günstigsten, gefolgt von den E-Bikes von Cowboy und die Pedelecs von Ampler sind im Vergleich am teuersten. Bei Cowboy gibt es vorherige Modelle (aktuell das Cowboy 2 & 3) bei der Cowboy Circular Aktion vergünstigt zu kriegen. Dabei handelt es sich um E-Bikes die innerhalb der Probezeit zurückgegeben wurden.

Fazit: Für wen lohnt sich welches E-Bike?

Die drei E-Bike Hersteller Ampler, Cowboy und VanMoof ähneln sich sehr, da sie alle für die Stadt ausgelegt sind. Ein paar feine Unterschiede haben wir hier dennoch herausgestellt. Wir empfehlen Dir eine eigene Probefahrt zu machen, da wir Attribute wie Sitzhaltung und Optik nicht für Dich adäquat darstellen können.

Wenn Du gemütlich und aufrecht durch die Stadt möchtest, während Du noch von einer prima Diebstahlsicherung profitieren möchtest, empfehlen wir Dir das VanMoof. Die VanMoof E-Bikes sind in unserem Vergleich am günstigsten, büßen dafür aber etwas bei der Fahrdynamik ein. Bei den E-Bikes der Marke VanMoof solltest Du beachten, dass Du einen geeigneten Stellplatz für Dein VanMoof E-Bike hast, denn der Akku ist nicht entnehmbar.

Wenn Du möglichst schnell von A nach B in der Stadt kommen möchtest, sind wahrscheinlich eher die E-Bikes von Ampler und Cowboy etwas für Dich. Die starke Unterstützung befördert dich im Handumdrehen auf hohe Geschwindigkeiten ohne große Anstrengung. Gerade die E-Bikes des Herstellers Ampler sind unfassbar leicht, was sie sehr praktisch für den Alltag macht. Das einzige Manko ist bei den Ampler E-Bikes der nicht entnehmbare Akku und der höhere Preis im Vergleich zu den Cowboy E-Bikes.