E-Bike Motoren

Das Antriebssystem eines E-Bikes beinhaltet natürlich den Motor, der über den Akku betrieben wird, und über ein Display gesteuert werden kann. Diese drei Einzelteile sind hauptverantwortlich für die hohen Preise, aber für den hohen Fahrkomfort eines E-Bikes. Deshalb lohnt es sich bei Deinem Antriebssystem in Qualität zu investieren. Vorab empfehlen wir, dass alle drei Elemente von einem Hersteller stammen sollten, um ein reibungsloses Fahrerlebnis zu garantieren.

Der Motor ist in gewisser Weise das Herzstück eines E-Bikes, da dadurch ein merklicher Komfortgewinn gegenüber „normalen“ Fahrrädern erzeugt wird. In diesem Beitrag bringen wir Dir nahe, was Du über E-Bike Motoren wissen solltest, um Dir Deine Kaufentscheidung zu erleichtern.

Motor und Drehmoment: Nm, W, Wh – was ist wichtig?

Während des E-Bike Kaufs wirst Du früher oder später mit Abkürzungen wie W, Wh, Nm und noch so manch anderen Akronymen konfrontiert. Aber was bedeutet das alles und ist das wichtig? Fangen wir mal bei der Abkürzung W an – diese steht für Watt. Die durchschnittliche Motorleistung ist bei E-Bikes auf 250 W bzw. eine Geschwindigkeit von 25 km/h begrenzt. Das heißt nicht, dass Dein Motor nicht kurzfristig höhere Leistungen erbringen kann, sondern beschreibt lediglich die mittlere Leistung bei voller Unterstützung.

Die Wattanzahl Deines Ebike-Motors sagt kaum etwas über seine Stärke aus. Ein deutlich wichtigeres Merkmal ist das vorhandene Motorendrehmoment, das in Newtonmetern (Nm) angegeben wird. Die Schnelligkeit, mit der Dein Motor Dir Unterstützung liefert, hängt vom Drehmoment ab. Je höher das Drehmoment, desto stärker die Unterstützung bzw. der Schub beim Treten. Die gängigsten Motoren haben Drehmomente zwischen 40 und 70 Nm, es gibt aber auch Motoren mit bis zu 90 Nm Drehmoment – da kannst Du Dir sicher sein, dass Du schnell vom Fleck kommst.

Von der Leistungsstärke Deines Motors kommen wir nun zu der Leistungskapazität Deines Akkus, die in Wattstunden (Wh) angegeben wird. Genauere Informationen zur Stärke, Lagerung und Pflege von E-Bike Akkus findest Du hier. Dein Motor hat einen leichten Einfluss auf die Reichweite Deines E-Bikes, da er mit durchschnittlich ca. 3kg recht schwer ist. Je leichter Dein Motor, desto weniger muss der Akku unterstützen. Aber Achtung: Die Wahl für einen leichteren Motor sollte auf keinen Fall die Leistung desselben beeinträchtigen – so groß sind die Gewichtsunterschiede nicht.

Die Position Deines Motors

Display zur Motorsteuerung

Alle E-Bikes brauchen natürlich Motoren. Diese unterscheiden sich neben den technischen Daten, die wir eben kurz beleuchtet haben, in der Position an Deinem Fahrrad. Technisch kann zwischen drei Antriebsmöglichkeiten unterschieden werden: Nabenmotor im Vorderrad, Mittelmotor am Tretlager und Nabenmotor im Hinterrad.

Die Position des Motors in Deinem Pedelec beeinflusst den Preis, den Fahrkomfort, die Übersetzungsbandbreite und das Bremsverhalten. Daher ist es wichtig zu wissen, welche Vor- und Nachteile jede Motorenposition bietet. Welche Position für Dich am meisten Sinn macht kannst Du sehr gut bei Probefahrten ausprobieren.

Vorderradmotoren

Vorderrad-Motoren sind günstig, weshalb die gesamten E-Bikes meist zu niedrigen Preisen erhältlich sind. Sie sind für Ketten- und Nabenschaltungen gleichermaßen geeignet und es kann eine Rücktrittbremse verbaut werden. Insgesamt nehmen Vorderradmotoren inzwischen einen immer geringeren Stellenwert ein. Das liegt vor allem daran, dass durch das hohe Gewicht an der Vorderradnabe die Lenkung erschwert wird und die Fahrradgabel belastet wird.

Hinterradmotoren

Hinterrad-Motoren sind oft deutlich leistungsstärker als die beiden anderen Motorentypen, weshalb Du diese primär bei sportlichen E-Bikes findest. Ein Hinterradmotor belastet die Schaltkomponenten und die Kette nur geringfügig. Durch die Anbringung des Motors am Hinterrad ist eine größere Übersetzungsbandbreite – also wie viele Gänge Du nutzen kannst – möglich. Hinterradmotoren können den Akku während der Fahrt durch Rekuperation verlängern.

Da zusätzliches Gewicht am Hinterrad angebracht ist sind auch hier die Lenkeigenschaften etwas eingeschränkt. Zudem sind Hinterradmotoren durch die Leistungsstärke und kompliziertere Anbringung oft teurer.

Mittelmotoren

Der wortwörtliche Mittelweg, also der Mittel-Motor ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Das liegt einerseits daran, dass eine bessere Schwerpunktverlagerung zu einem hohen Fahrkomfort führt. Des Weiteren kannst Du alle Schaltungsvarianten mit einem Mittelmotor kombinieren und auch Rücktrittbremsen sind in Kombination mit einem Mittelmotor verwendbar.

Mittelmotoren verfügen über eine hohe Zugkraft bzw. ein hohes Drehmoment. Daher kommen Sie nicht nur bei City-Ebikes, wo hoher Komfort wichtig ist, sondern auch bei Trekking-Ebikes und E-Mountainbikes zum Einsatz. Mittelmotoren können durch ihre Anbringung am Tretlager die Kraft direkter übertragen und brauchen somit weniger Strom.

Zu den Nachteilen eines Mittelmotors gehört, dass die Kette und die Ritzel höheren Belastungen ausgesetzt sind und daher schneller verschleißen. Letztlich ist der Preis eines Mittelmotors höher als ein Vorderradmotor, durch eine aufwendigere Integration.